Hrafntinnusker

Hrafntinnusker

 

Nach einem wunderbar sonnigen Tag, der allerdings auch einige zu erklimmende Höhenmeter auf der ersten Etappe des Laugavegur für uns parat hielt, verabschiedete sich die Sonne mit diesem Leuchten auf den umgebenden Gipfeln. Ursprünglich hatten wir die Idee, den dortigen Eishöhlen einen Besuch abzustatten, welche wohl ein beliebtes Ausflugsziel sind. Dagegen sprachen zum einen allerdings unser Zustand, wir waren nach der Kletterei doch ziemlich am Ende, und auch die Tatsache, dass die Höhlen nicht mehr existieren, sondern vor kurzer Zeit einstürzten. Nach Aussage der Hüttenwirtin sehen die ehemaligen Höhlen nun aus wie ein Amphitheater, wovon wir uns aber letztlich nicht mehr überzeugten, da auch die Wegbeschreibung nach mehr Abenteuer klang, als wir an jenem Tag noch in der Lage waren zu verkraften. In der Sonne sitzend nahmen wir also lediglich ein reichhaltiges Abendbrot ein, wobei die Sonne immer weiter hinter den Bergen verschwand, so dass es schlagartig ziemlich kalt wurde und die Gespräche auf der Terasse auf den kommenden Tag verlegt wurden, wo man sich aller Voraussicht nach am Alftavatn, dem nächsten Etappenziel des Laugavegur, wiedersehen würde. Während wir also erstaunlich früh in die Schlafsäcke krabbelten, zog über Nacht ein recht ordentlicher Wind auf, der am nächsten Morgen dazu führte, dass man kaum noch die Hand vor Augen sehen konnte und eine ziemlich geschlossene Wolkendecke in den Zeltplatz hineintrieb.