Grönland 2015 – Tag 16/17

#111

Für den nächsten Vormittag war noch mal eine, letzte, Landung mit anschließender Wanderung durch das Tundragebiet der Discoinsel geplant. Während wir vor Anker lagen und unser Expeditionsleiter die Küste nach einem geeigneten Landeplatz absuchte, tauchten in etwa einer Seemeile Entfernung einige Buckelwale auf. Als der Expeditionsleiter ganz stolz per Funk vom Fund einer Landestelle und der Sichtung von zwei Rotfüchsen berichtete, bekam er zur Antwort, dass sämtliche Menschen an Bord auf Deck stehen und springenden Buckelwalen zu schauen. Daraufhin dauerte es keine Viertelstunde bis sämtliche Schlauchboote zu Wasser gelassen wurden, auch das kleine, welches eigentlich als Rettungsboot dienen sollte, so dass alle Passagiere einen Platz in den Booten fanden. So bestand der Vormittag aus einer sehr ausgiebigen Zodiactour, auf der wir die Buckelwalgruppe verfolgten, die sich von ihrer interessierten Seite zeigte und sich sehr fotogen präsentierte.

#112

Immer wieder hoben die Wale ihre spektakulären Flossen in die Höhe. Und obwohl das Zeigen der Flosse ein Zeichen dafür ist, dass die Tiere sehr tief tauchen und somit eine Weile nicht wieder zu sehen sein werden, kamen sie immer wieder sehr bald zurück an die Oberfläche, es schien fast, als würden sie für uns posieren. Teilweise kamen die Tiere auch sehr dicht an unsere Boote heran, zwei drei Mal waren sie keine 150 Meter mehr entfernt. Diesen gigantischen und dennoch so anmutigen Tieren so nah zu sein, ist ein Erlebnis, dass man seinen Lebtag nicht mehr vergisst. Und auch wenn Buckelwale durchaus garstig werden können, wenn man ihnen zu dicht auf die Pelle rückt, kam zumindest bei mir keine Angst auf, Respekt ja, aber Angst, nein.

#113

#114

Nach dem die Walgruppe schließlich genug von uns hatte und bei unseren Zodiacs sich auch langsam der Treibstoff dem Ende entgegen neigte, kehrten wir zur Rembrandt zurück und begaben uns nun auf unsere Schlussetappe in Richtung Aasiaat. Dies bedeutete, dass wir noch 24 Stunden Fahrt vor uns hatten, ehe wir in Aasiaat am Kai festmachen konnten. Daran schloss sich das Kapitänsdinner an und schließlich kletterten wir ein letztes Mal in unsere Kojen.

<– Tag 15   Tag 18 –>