Tag 13 – 16, Zeit in Sisimiut, warten auf den Flug nach Ilulissat


#96

Am Dienstag erhielten wir die Information, dass die Bootstour definitiv stattfinden wird, ein sogenannter “fishing trip”. Da weder mein Kumpel noch ich wirkliche Fans des Angelsports sind, hielt sich zunächst unsere Freude noch ein wenig in Grenzen. Man versicherte uns aber, dass das Fischen auf traditionelle grönländische Art erfolgen soll und immerhin zwei Stunden Bootsfahrt auf dem Wasser eingeplant waren. Es bestünde auch eine gute Chance Wale zu beobachten, auch wenn dies der Name der Tour nicht vermuten lässt. So stieg schließlich die Vorfreude doch recht ordentlich, allerdings sahen wir uns gezwungen, die Bootstour fand erst am Abend statt, einen weiteren Tag in Sisimiut zu verbringen, dass wir mittlerweile aber weitestgehend kannten. Entsprechend schlenderten wir die bereits bekannten Straßen entlang, ärgerten uns über die Fliegen, bestaunten erneut das Verlegen eines neuen Kunstrasens auf dem örtlichen Sportplatz und genossen Kaffee und Burger im Imbiss am Hafen. Im Anschluss zog es uns wieder in die Hotellobby, zur Fußballübertragung. Pünktlich zur vereinbarten Zeit hielt ein klappriger Van vor dem Hotel und chauffierte uns zum Hafen, rückblickend irgendwie auch unsinnig, die Strecke beträgt großzügig geschätzt vielleicht einen Kilometer. Hier hieß uns unser Guide ein wenig zu warten, bis der Kapitän das Boot soweit klar machte, dass wir los schippern konnten. Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite, so dass wir zu Beginn der Fahrt die Sonne vorn auf dem Deck genossen. Dieser Spaß wehrte allerdings nur kurz, da unser Kapitän mit der Ausfahrt aus dem Hafengebiet den Gashebel ordentlich nach vorn drückte und wir uns nach der ersten Dusche in das geschütztere Heck begaben.

#97

Auf der schnellen Fahrt in einen Fjord südlich der Stadt, erhielten wir die Möglichkeit, Sisimiut im Lichte der tiefstehenden Sonne zu bestaunen. Die vielen farbenfrohen Häuser an der Küste begeistern mich immer wieder aufs Neue.
Vor der Hügelkette im linken Bildteil befindet sich übrigens der Flughafen Sisimiuts. Viel mehr als zwei Baracken und eine Start- und Landebahn gibt es dort allerdings nicht zu sehen. Da die Piste aber im Prinzip in den Fels gesprengt wurde, ist der Start und auch die Landung wohl nicht ganz ohne. So bald etwas Nebel aufzieht, was in Sisimiut recht häufig passieren kann, werden Flüge verschoben. Doch dazu an späterer Stelle mehr…

#98

Auf unserem Weg in die Fischgründe passierten wir eine verlassene Siedlung namens Assaqutaq. Die Bewohner verließen halb freiwillig, halb unter Druck in den 50er und 60er Jahren ihre Heimat und siedelten sich im nahe gelegenen Sisimiut an. Die Probleme und Herausforderungen für diese große Umsiedlungswelle erklärte ich ja bereits. Heute stehen dort nur noch einige wenige Häuser und es gibt geführte Touren von Sisimiut aus zur Siedlung. Dieser Ausflug hätte mich ebenfalls stark interessiert, aber leider gab es keine großartige Resonanz, so dass der Ausflug nicht statt fand.
Wenig später stoppte der Kapitän erstmals den Motor und unterwies uns in die traditionelle Fischerei der Inuit. Es wird eine starke Angelleine über Bord geworfen, an der sich eine Vielzahl von Haken befinden. An einem Ende befindet sich eine Art Köder, der durch ruckartiges Ziehen an der Leine in Bewegung gehalten werden soll, so dass die Fische ein Beutetier wittern und sich dann an den Haken festbeißen. Könner dieses Handwerks lassen die Leine kurz vor dem Grund herum baumeln und erzielen reiche Fangerfolge. Unser Glück hielt sich hingegen stark zurück. Nach mehrmailgen, erfolglosen Versuchen, wechselte der Kapitän auf Geheiß des Guides noch einmal die Position und tatsächlich, diesmal dauerte es keine 20 Sekunden und es ruckte etwas Lebendiges an meiner Schnur. Mit Hilfe holten wir die Schnur zurück an Bord. In der Tat, ein sehr kleiner Fisch mir unbekannter Art hing am Haken. Getreu dem isländischen Motto aus unserer Reise 2017 warfen wir den Fisch zurück, da er zum Essen einfach zu klein war. Lediglich eine einzige Touristin wartete mit einem Fang auf, der sich als groß genug für eine Bratpfanne erwies. Nach dieser kleinen Einführung in die Angelkunde begaben wir uns auf den Rückweg und kamen nach etwa zweieinhalb Stunden gut durchgefroren in unserem Hotel an.
Dieser Abend war gleichzeitig der letzte gemeinsame Abend, da mein Kumpel am darauffolgenden Mittwoch zurück nach Deutschland flog. Ich genoß das Glück, noch einen weiteren Tag in Sisimiut zubringen zu dürfen, bis ich am Donnerstag nach Ilulissat fliegen würde; zumindest sah mein Plan so aus.
Den Abend wollten wir eigentlich bei einem gemütlichen Pils in der Hotelbar ausklingen lassen, stellten dann aber fest, dass wir zu spät zurückkehrten. Die Bar schloss und wir sahen uns gezwungen, das Abschiedsbier auf einen anderen Tag, zuhause, zu legen.

#99

Das Frühstück nahmen wir noch gemeinsam ein, bis am Vormittag ein Taxi meinen Kumpel zum Flughafen brachte. Nun war ich auf mich allein gestellt und begann den Tag zunächst mit einem Ausflug zum Hafen. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich eine Vielzahl an Personen in auffällig gefärbten Outdoorjacken, die den Schluss nahe legten, dass wohl ein weiteres Kreuzfahrtschiff im Hafen angelegt hatte. In der Tat, ein Schiff der Hurtigruten. An den Tagen zuvor liefen ebenfalls diverse Kreuzfahrtschiffe Sisimiut an, so dass zwischen 10 und 14 Uhr am Museum wahrlich Hochbetrieb herrschte. Ich gönnte mir erneut einen Kaffee an besagtem Imbiss und schaute mir das bunte Treiben ganz in Ruhe an. Anschließend verbrachte ich noch ein wenig Zeit auf einem kleinen Spaziergang durch die Stadt um schließlich, auch weil sich das Wetter stetig verschlechterte, wieder in der Lobby beim Fußball zu landen. Das Abendbrot ließ ich ausfallen, schickte mich stattdessen an, nun ebenfalls meine Sachen zusammen zu packen. Enrsprechend früh zog ich mich auch auf mein Zimmer zurück, und schlief voller Vorfreude auf Ilulissat ein.
Der Morgen begann recht routiniert mit einem ordentlichen Frühstück und dem pünktlich wartenden Taxi, das mich zum Flughafen transferieren sollte. An selbigem angekommen, wartete bereits eine recht ansehnliche Zahl Menschen auf die Ankunft des ersten Flugzeuges. Doch zur angeschlagenen Zeit tat sich auffallend wenig. Die folgende Ansage per Lautsprecher erklang leider nur auf Dänisch, so dass mich eine nette Reisende über den Inhalt aufklärte. Aufgrund schlechten Wetters verschöben sich die Flüge des Vormittages um vermutlich zwei bis drei Stunden. Da sich am und im Flughafen nichts befindet, womit man sich die Zeit vertreiben könnte, nutzte ich die Zeit um ein wenig zu dösen und ziellos vor mich hin zu sinnieren. Nach etwa zwei Stunden gab es erneut eine Ansage, wieder nur auf Dänisch. Meine freundliche Übersetzerin teilte mir mit, dass sich die Flüge wohl um eine weitere Stunde verzögern. Ich suchte nun ein wenig hektisch die AirGreenland-Dame auf, da ich mir Sorgen um das Erreichen meines Anschlussfluges machte. Diese beruhigte mich und versprach mir, die Info an ihre Kollegen weiterzugeben, so dass ich meinen Anschluss auf jeden Fall bekommen würde (zur Info: Es gibt keine Direktflüge von Sisimiut nach Ilulissat, man fliegt zurück nach Kangerlussuaq und von dort weiter). Etwas beruhigt begab ich mich wieder auf meinen Platz und wartete erneut stillschweigend vor mich hin. Schließlich sorgte eine dritte Lautsprecheransage für hektische Betriebsamkeit unter den anderen, wartetenden Passagieren, welche sich zu einer Schlange vor der AirGreenland-Dame formierten. Diesmal erhielt ich die übersetzte Information, dass die Vormittagsflüge ersatzlos gestrichen werden. Die Passagiere werden auf die Flüge am Nachmittag umgebucht. AirGreenland spendiert auf eigene Kosten ein Mittagessen im Seemannsheim in Sisimiut. Der Transfer rollte bereits an, als ich den Schalter erreichte. Dabei teilte mir die Dame mit, dass ich an jenem Tag nicht mehr fliegen würde, da die Flugreisenden mit internationalen Anschlüssen (also von Kangerlussuaq nach Kopenhagen) Vorrang hätten. Dafür stünde ich nun auf der Liste für den darauffolgenden Tag. Zur Übernachtung stellte sie mir einen Gutschein aus, ebenfalls für das Seemannsheim. Ein Taxi brachte mich alsbald auch wieder zurück in die Stadt, wobei sich der Taxifahrer über den Unsinn der Fluggesellschaft ausließ. Hintergrund für die ständigen Flugausfälle und Verspätungen sei wohl, dass die Flieger nachts in Nuuk in einem Depot stehen. Von dort aus fliegen sie dann morgens in alle Richtungen aus um abends wieder nach Nuuk zurückzukehren. Da das Wetter in Nuuk aber generell ziemlich miserabel sei, fallen immer wieder Flüge aus. An den Kosten würde dann wohl der Staat beteiligt, da er Anteilseigner der Fluglinie sei. Alles in allem wohl eine schreiende Ungerechtigkeit, und das nur, weil die Polititik aufgrund des Hauptstadtstatus in Nuuk sitze. Ich war ziemlich erstaunt, wie mein Taxifahrer mir in 10 Minuten Autofahrt sämtliche Gründe für die ständigen Flugausfälle erklärte. Großartig geärgert habe ich mich über den ausgefallenen Flug nicht, da ich irgendwie auch schon damit rechnete, dass auf der Reise etwas schief gehen würde. Leider handelte es sich dabei nicht um den Rückflug.
Im Seemannsheim angekommen, unterwies mich der Rezeptionist in die Gepflogenheiten, sprich Essenszeiten und die Ausstattung des Zimmers. Dabei erfuhr ich dann auch, dass ich das große Glück hatte, dass ich im Flügel untergebracht werde, der über einen kostenlosen WiFi-Zugang verfügt. Da es im Anschluss auch noch begann leicht aber stetig zu regnen, verbrachte ich den restlichen Tag in meinem Zimmer mit grönländischem Fußball.

#100

Bereits am Vorabend las ich an den Monitoren des Seemannsheimes, dass die morgigen Flüge mit Verspätungen aufwarteten. Etwas angefressen, erhob ich mich am Morgen und checkte direkt die Flugzeiten erneut. Die Verspätungen erhielten über Nacht einen weiteren Zuschlag, so dass mein eigentlich geplanter Flug etwa eine Stunde später abfliegen sollte. Ich ließ mir also beim Frühstück reichlich Zeit und klärte im Anschluss mit dem Rezeptionisten den Transfer zum Flughafen. Im Anschluss ließ ich mir erneut recht viel Zeit beim Packen, bis ich mich zur vereinbarten Zeit nach unten begab. Dort empfing mich eine junge Dame, die mich zum Flughafen fahren sollte, mit der Ankündigung, dass sich mein Flug weiter verspätete. Grundsätzlich solle ich heute aber fliegen. Ich schlenderte also zurück in mein Zimmer und verbrachte wieder ein wenig Zeit mit der grönländischen Fußballliga. Zur vereinbarten Zeit begab ich mich erneut mit meinen Sachen in die Lobby und wurde dort mit den Worten empfangen, dass es keine weiteren Verspätungen zu geben scheint und man mich nun zum Flughafen transferieren würde. Dort angekommen empfing mich die AirGreenland-Dame vom Vortag und versicherte mir zunächst, dass ich heute auf jeden Fall nach Ilulissat kommen würde. Dies hob meine Stimmung dann doch wieder ein gutes Stück. Und tatsächlich, eine Woge der Freude brandete in mir auf, als ich Motorenlärm vernahm und eine Maschine auf der Landebahn aufsetzte. Der Flug nach Kangerlussuaq verlief recht unspektakulär, sieht man einmal von der Tatsache ab, dass wir für die Strecke, die wir in neun Tagen erwanderten, lediglich 25 Minuten mit dem Flieger brauchten. In Kangerlussuaq kam ich noch mal ordentlich in Bewegung, da ich nicht sah, dass ich direkt übers Rollfeld zum Flieger nach Ilulissat laufen sollte. Ich nahm den Umweg übers Terminal und bestieg als Vorletzter die Maschine. Vor mir allerdings tummelte sich ein großes Gefolge um eine einzelne Person, ein recht bekannter Dokumentarfilmer, dessen Name ich aber bereits schon wieder vergessen habe. Lediglich seine schlechten Manieren bei der Gepäckausgabe in Ilulissat blieben mir nachdrücklich in Erinnerung.
Nach einem ruhigen Flug von etwa 45 Minuten erreichten wir schließlich Ilulissat. Der Anflug selbst ist dabei schon ziemlich spektakulär, da man direkt über den Eisfjord fliegt. Ein tolles Gefühl. Am Flughafen angekommen rempelte zunächst besagter Dokumentarfilmer alles und jeden aus dem Weg, der seinem Gepäck zu nahe kam, was mir schon ein wenig die Stimmung verhagelte. Keine Ahnung, warum man sich so aufführen muss. Eile und Zeitnot sind in Grönland nun wirklich völlig fehl am Platz, wie ich ja bereits auf dieser Reise wieder feststellen konnte. Als ich endlich meinen Rucksack in Händen hielt, trat ich vor das Flughafengebäude und stellte fest, dass der Flughafen ja doch ziemlich weit außerhalb liegt und nicht, wie in Europa, eine stattliche Anzahl an Taxen auf mögliche Fahrgäste wartete. So dauerte es eine Weile ehe ich begriff, dass ich mich wohl aktiv um einen Transfer kümmern müsste. Dies gelang mir schließlich durch ein bereits bestelltes Taxi, dass kurzerhand einen Kollegen zum Flughafen beorderte. Eigentlich nicht der offizielle Weg, aber am praktikabelsten.
Nach einer kurzen Autofahrt und der Frage, weshalb ich meinen Urlaub in Grönland verbringe, wo es in Europa doch so wunderbar warm sei, erreichten wir schließlich meine Unterkunft. Dort stellte ich meine Sachen in die Ecke, studierte die Karte, schnappte meine Kamera und begab mich direkt auf den Weg zum Eisfjord. Endlich angekommen.

#101

Eis! Ein wunderbares Gefühl, nach drei Jahren wieder dort zu stehen, wo meine Leidenschaft für Eis und Grönland so richtig entfacht wurde. An diesem Anblick könnte ich mich wohl Zeit meines Lebens nicht satt sehen. Auch wenn vielleicht das Wetter nicht so mitspielte, wie ich es mir wünschte. Ein wenig Zeit hatte ich ja aber glücklicherweise noch vor mir. So war ich voller Optimismus, dass es mit dem passenden Licht über dem Eisfjord schon noch klappt.

#102

Auf dem Weg zum Eisfjord gilt es zunächst, die Stadt Ilulissat zu durchqueren, bis man das Schlittenhundegelände erreicht. Dort werden die Tiere während der Sommermonate gehalten, bis sie mit dem ersten Schneefall wieder eingesetzt werden können. Entsprechend lässt sich der Weg zum Eisfjord auch nur schwerlich verfehlen. Im Zweifel immer dem Gehör nach. Auf dem Weg dorthin sah ich mich dann allerdings mit einigen geführten Wanderungen konfrontiert, die lauthals plappernd durch das Weltnaturerbe stapften. Diese Erfahrung “genoss” ich ja bereits 2015. Mit dem Voranschreiten der Zeiger auf der Uhr, lichtete sich dankenswerterweise das Eisfjordpublikum, bis ich zwischenzeitlich mit diesen beiden Genießern quasi allein dort verweilte. Ein erhabenes Gefühl.

#103

Zur besseren Übersicht ein Panorama über den Eisfjord und dessen Mündung in die offene See.
Die oben beschriebene erhabene Stimmung wehrte leider nicht allzu lang. Jäh unterbrochen wurde sie von einem acht- oder neunjährigen Jungen, der sich lautstark mit seiner Mutter und anderen Familienmitgliedern über die Felsen hinweg zu verständigen suchte. Anhand der verbalen Positionsbestimmungen identifizierte ich den Familientrupp als Russen, die mich schließlich in fürchterlichem Englisch nach einem Weg am Fjord entlang befragten. Ich erklärte ihnen welche Richtung sie einzuschlagen haben, garnierte meine Hinweise aber auch mit der Information, dass es für eine Wanderung am Fjord vielleicht auch schon ein wenig spät sei. Die Zeiten der Polarnacht sind vorüber, so dass mit Dunkelheit gerechnet werden muss. Dies schien die Familie nicht sonderlich zu interessieren, vielleicht verstanden sie mich aber auch einfach nicht. Nach etwa einer Viertelstunde verschwanden sie aus meiner Hörweite.

#104

Auch wenn es bei meiner Ankunft der Wolkenhimmel nicht erwarten ließ, schenkte mir der Wettergott zum Abschluss des Tages noch ein wenig Sonnenlicht. Zwar nicht viel, aber das war mir gleich. Die beinahe absolute Ruhe wurde durch ein wundervolles Farbenspiel bereichert. So blieb mir keine Wahl als mich niederzulassen, die Kapuze aufzuziehen (mit dem Verschwinden der Sonne wurde es spürbar kälter, unterstrichen durch einen beißenden Wind aus der Richtung des ewigen Eises) und in stiller Andacht dieses Bild zu genießen.Dabei schoß mir in den Sinn, dass zur Vervollkommnung des Augenblickes nun eigentlich noch ein paar Wale an der Eiskante auftauchen könnten. Dann wäre der Moment wirklich perfekt.

#105

Kaum dachte ich den Gedanken zu Ende, hörte ich lautes Schnauben. Dicht gefolgt von weiteren, ähnlichen Geräuschen. Nach kurzer Suche an der Eiskante, erspähte ich schließlich schwarze auftauchende Punkte. Als sich kurz nach deren Auftauchen majestätische Schwanzflossen aus dem Wasser hoben, konnte ich mein Glück kaum fassen. Eine Schule Buckelwale, nach meiner Zählung bestehend aus fünf Tieren. Sprachlos und völlig gebannt vergas ich meine komplette Umwelt und starrte fasziniert auf die sich bietende Szenerie.
Im Bild lässt sich einer der Wale finden. Geht man vom höchsten Punkt der kleinen Felseninsel in horizontaler Linie zum Eis nach links hinüber, entdeckt man vor dem Eis einen schwarzen Punkt im Wasser, dies ist einer der Buckelwale. Einer der wenigen Momente, in denen ich ein Mehr an Brennweite dann doch vermisste. Auf die Entfernung wäre aber wohl irgendetwas in der Gewichtsklasse eines 400/2.8 notwendig gewesen…

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