Island 2017 – Tag 8

#59

Der Morgen des achten Tages und unserer letzten Etappe auf dem Laugavegur zeigte sich zu Beginn noch sehr verhalten, mit tiefhängenden Wolken und nach Regen riechender Luft. So traumhaft wie der Platz für dieses Zelt vielleicht auch aussehen mag, in der Nacht stellte er sich als nicht ganz so vorteilhaft heraus. Denn während wir etwas abseits in einer kleinen “Schlucht” campierten, dafür aber einen anstrengernden Weg zu den Toiletten in Kauf nehmen mussten, hatten die beiden (es handelte sich dabei übrigens um das Paar, welches zeitgleich in Alftavatn mit uns aufbrach und uns auf dem Trail immer wieder begegnete) zwar einen kürzeren Weg, dafür allerdings wenig bis gar keinen Windschutz. Und während wir in der Nacht schliefen wie die Babys, untermalt mit dem sanften Glucksen des nahen Baches, ging es auf dem kleinen Plateau wohl etwas ruppiger zur Sache.
Das Frühstück selbst passten wir glücklicherweise genau so ab, dass wir zwischen den beiden in den Hütten campierenden Gruppen starteten und so auf der Etappe eine ganze Weile unsere Ruhe haben würden, mit der Zeit macht man ja so seine Erfahrungen…

#60

So sah die kleine “Schlucht” aus, in der unser Zelt stand, wobei unser Platz noch etwas weiter links, also im Bild nicht mehr erkennbar, lag. Etwas abseits vom “Trubel” der anderen Wanderer. Links im Bild sieht man übrigens das Zelt aus #59.
Die nun anstehende Etappe versprach spannend zu werden, da sie zwar stetig bergab führen sollte, es aber auch wieder einige kleinere Anstiege zu bezwingen galt und, für uns beide sehr herausfordernd, wohl auch eine Schlucht überquert werden musste, die, nach Aussage unseres Reiseführers “Menschen mit Höhenangst etwas Überwindung kosten wird”. Da wir mit den laxen Formulierungen unseres Büchleins ja schon unsere eigenen Erfahrungen gemacht hatten, man erinnere sich an den Aufstieg des ungenannten Berges in Landmannalaugar :grumble::ugly::lol:, der dort ähnlich flappsig beschrieben wurde, rechneten wir mit dem Schlimmsten. Doch zunächst führte uns unser Weg über eher flaches Terrain, wobei wir zu Beginn des Weges direkt an einer Karte vorbei kamen, die erklärte, in welche Richtung man sich auf die Flucht begeben sollte, so es denn zu einem Vulkanausbruch kommt. Das kurze mulmige Gefühl beim Erblicken der Warntafel lässt sich dabei nur schlecht beschreiben, rief uns aber wieder in Erinnerung, dass wir im Prinzip über die Bruchkante zweier Erdplatten liefen…

#61

Nach einem kürzeren Anstieg und etwas Strecke durch etwas ältere Lavafelder, kamen wir schließlich zum Abstieg in einen größeren Canyon, an derem tiefsten Punkt die Überquerung des Flusses Fremri-Emstruá anstand. Im Bild erkennt man den sandigen und dadurch reichlich anstrengenden Pfad hinunter. Dort wartete eine Brücke auf uns, die, nach Aussage unseres Reiseführers, Menschen mit Höhenangst wohl einiges an Überwindung kosten sollte; man bedenke, dass wir beide unsere Probleme mit Höhen haben, und den Beschreibungen unseres Reiseführers trauten wir seit dem Aufstieg zum ungenannten Berg sowieso nicht mehr…:ugly: . Um zur Brücke zu gelangen, galt es aber noch einen gewagten kleinen Abstieg zum Fuße der Brücke zu bewältigen, der mittels Halteketten für den geneigten Wanderer leichter gemacht werden sollte. Nach den letzten Metern mit reichlich Sand trafen wir nun auf den nassen Fels mit der Aussicht auf den reißenden Gletscherfluss vor uns, der etwa 20m durch die Felsen donnerte. Die Ketten verfügten wiederum um eine derart merkwürdige Höhe, so dass sie mit einem Trekkingrucksack auf dem Rücken weitestgehend gar nichts nutzten, im Gegenteil, die Dinger lagen ziemlich unmotiviert im Weg herum. Mit etwas Rutscherei auf dem Hosenboden gelangten wir aber einigermaßen kontrolliert zur Brücke, auch wenn wir mit Sicherheit Abzüge in der B-Note erhielten. Die Brücke selbst stellte nun keine große Herausforderung dar. Lediglich ein weiterer Teil der Brücke, den man an der gegenüberliegenden Felswand befestigte, sorgte ein wenig für Stirnrunzeln, da zwei oder drei Bohlen gebrochen waren.

#62

Das Bild zeigt den Fluss Fremri-Emstruá, der sich im Laufe der Jahre durch das weiche Vulkangestein fraß. Im Anschluss folgte der Trail dem Flussverlauf weiter abwärts, bis ein nächster, etwas herausfordernderer Anstieg vor uns lag. Aufgrund der exponierten Lage versprach dieser Anstieg aber einen wunderschönen Blick in den von Vulkanen und Gletschern geprägten Landstrich.

#63

Hier nun der Abstieg zur Brücke, den ich bei Bild #61 beschrieb. Unmittelbar rechts von den beiden Personen am oberen Bildrand befindet sich die Felsplatte mit den Ketten, die wir sehr unelegant herunter rutschten. Wie man sieht, sollte man sich gut festhalten, denn nach dem bisschen Moos kommt dann nur noch der Abhang zum Fluss.:) Die Gruppe, die hier hinter uns eintrifft, war übrigens auch der Grund, warum wir unsere Rast nach der Brücke nicht sonderlich lang ausfielen lassen, sondern uns sputeten nach Möglichkeit wieder etwas Distanz zwischen uns und der Gruppe zu bekommen. Die waren nämlich ziemlich gesprächig, ob man wollte oder nicht.

#64

Ein Blick zurück nach dem (vermeintlich) letztem heftigen Anstieg auf unserer Wanderung, auf den Landstrich namens Sandar und im Hintergrund die Gletscherfront des Entujökull. Am Ort der Aufnahme verweilten wir einen Moment und genossen die herrliche Aussicht auf die hinter uns liegende Landschaft und sogen noch einmal die Atmosphäre der Umgebung in uns auf.
Unterdessen holte uns die Gruppe ein, die auf Bild #63 nach uns die Brücke über die Fremri-Emstruá überquerte. Der Guide der Gruppe verteilte zunächst, nach erfolgreich gemeistertem Anstieg, Kekse, wobei wir beinahe auch welche abstaubten, bis ihm unsere Rucksäcke auffielen und er daraus schloss, dass wir gar nicht dazu gehörten. Dennoch kamen wir zumindest kurzzeitig in den Genuss einer kleinen Anekdote hinsichtlich der verschiedenen Vulkane, die uns umgaben und deren göttlichen Bezug. Wobei ich leider gestehen muss, dass ich mir diese Geschichte nicht merkte. Viel entscheidender war die Tatsache, dass wir auf den ersten, wenn auch recht verkrüppelten, Baum stießen. Diese Begebenheit klingt vielleicht weniger spektakulär als sie sich für uns nach sechs Tagen Hochland mit einer lediglich aus Flechten, Moosen und Gräser bestehenden Botanik anfühlte.

#65

Nach einigen Kilometern konnten wir schließlich in der Ferne Thorsmörk bzw. die angrenzenden Felswände und Gletscher erkennen, hier im Bild der Eyjafjallajökull, bzw. dessen erste Eisausläufer. Der unter dem Gletscher liegende Vulkan dürfte ein Begriff sein, trieb er doch 2010 bei seinem Ausbruch, der den weltweiten Flugverkehr massiv beeinträchtigte, gestandene Nachrichtensprecher ob des komplizierten Namens nahezu in den Wahnsinn.
Für uns Wanderer rückte der Zielpunkt nun in greifbare Reichweite, wenngleich die Distanz doch reichlich täuschte, zumal es, laut unserem eher zu Untertreibung neigendem Reiseführer, noch einen Fluss zu furten galt, der wohl “DAS Hindernis auf dem Laugavegur” darstellen soll, die Þröngá.
Während der nachfolgenden Kilometer drosselten wir ein wenig unser Tempo, bis wir an späterer Stelle erneut auf die, nun vor uns liegende, Wandergruppe trafen, die auf einem kleineren Gipfel etwas abseits des Trails die Mittagsrast abhielt. Wir entschlossen uns, es jenen gleich zu tun, versuchten aber zumindest aus der Hörweite der Gruppe zu kommen, um so den wunderbaren Ausblick genießen zu können, was tatsächlich nach kurzen Anlaufschwierigkeiten auch erstaunlich gut klappte. Möglicherweise lag es aber auch daran, dass der Guide seinen Schutzbefohlenen eine fünf-minütige Redepause verordnete.

#65,5

#66

Diese Aufnahme wirkt auf den ersten Blick sicherlich nicht sonderlich spektakulär, birgt jedoch zwei Anekdoten in sich.
Die erste betrifft eine Wandersandale, wie sie beim Furten von einem Großteil der Wanderer sehr geschätzt wird. Diese lag nämlich urplötzlich in dieser staubigen Umgebung direkt vor uns auf dem Trail. Vermutlich löste sie sich bei einem Wanderer vom Rucksack, so dass wir kurzerhand beschlossen, die Sandale aufzuheben um so, möglicherweise, einem Wanderer die Überquerung der letzten Furt zu erleichtern aber auch den Müll nicht in dieser wundervollen Landschaft einfach liegen zu lassen. Gleichzeitig fühlten wir uns aber auch ein wenig an den Film “Das Leben des Brian” erinnert und vergaßen ein wenig bei allem Gelächter, auf den Weg zu achten. Hier kommen wir nun zur zweiten Anekdote, welche meinen Orientierungssinn betrifft.
Ich weiß, dass ich mich zu keiner Sekunde auf meinen Orientierungssinn verlassen kann, sondern mich stets an Karte, Kompass und GPS halten sollte. So auch hier. Während wir also noch herum blödelten, der “heiligen Sandale” folgten und die Skifahrerindustrie selig preisten, kamen wir tatsächlich vom Weg ab. Da sich der Trail nun über eine alte Lavazunge erstreckte, die von reichlich Vulkanasche gesäumt wurde, erkannten wir keine Wegzeichen mehr und konnten uns auch nicht an den Spuren unserer Vorwanderer orientieren. Das dauerhaft mitgeschleppte GPS brachte uns schließlich Gewissheit und zeigte sehr deutlich, in welche Richtung wir uns wenden sollten, um den Trail wiederzufinden. Diese Richtung lag ziemlich genau 180° entgegen der Richtung, die ich ursprünglich einschlagen wollte.:ugly::lol: Ich nahm für mich mit, dass auch bei solch sehr gut besuchten Wegen, es dennoch absolut sinnvoll ist, geeignete Instrumente zur Orientierung mit sich zu führen. Denn natürlich trafen wir in jenem Moment auch keine anderen Wanderer mehr, die uns hätten helfen können. Dafür waren wir dann doch ein wenig zu weit ab vom Schuss und das Gelände war zu unübersichtlich, als dass wir andere Wanderer hätten sehen können.

#67

Nach unserem kleinen Verwirrspiel fanden wir letztlich aber den Weg wieder und liefen weiter über eine erkaltete Lavazunge in Richtung Thorsmörk. Dabei umgab uns nun immer grünere Vegetation, die bald auch schon über unsere Knöchel reichte.
Während wir also über die schier endlose Lavazunge wanderten, überholten uns immer wieder Mountainbikern, wobei diese uns nur selten zurück grüßten. Nach unseren Erfahrungen mit dem nörgelnden Mountainbiker im Restaurant am Alftavatn, sorgten auch die hier getroffenen Vertreter dieses Sports nicht unbedingt für Sympathiezuwächse unsererseits.
Im weiteren Verlauf des Trails trafen wir schließlich auch auf die deutlichen Hinweise des einsetzenden Herbstes. Das kräftige Rot war nach Tagen mit Grau, Schwarz und Grün ein wahrer Augenschmaus.

#68

Kurz vor einem weiteren Anstieg galt es noch den Fluss Ljósá zu überqueren, was allerdings mit Hilfe einer Brücke geschieht. Die Vegetation verändert sich nun in , vor allem von Birken, bewaldete Landstriche. Diese Brücke empfand ich übrigens auch als wesentlich herausfordernder, als die im Reiseführer angekündigte Brücke über den Fluss Fremri-Emstruá zuvor. Die Brücke, wie man sieht, war in diesem Falle sehr schmal und bestand auch nur aus diesen Bretter, während in etwa 15-20 Metern Tiefe die Ljósá dahin donnert.
Im Anschluss wartete ein letzter etwas heftigerer Anstieg auf uns, es galt den Hügelrücken Kápa zu erklimmen, ein Anstieg von etwa 80 Höhenmetern auf einer Distanz von 500m. Nach den zurückgelegten Kilometern in den vergangenen Tagen, ging dieser Anstieg noch mal ziemlich an die Substanz. Während des Anstiegs trafen wir auch wieder auf das Paar, welches am Alftavatn zeitgleich morgens mit uns aufbrach.

#68,5

#69

Als wir den Anstieg schließlich hinter uns hatten, ruhten wir uns eine ganze Weile auf dem Rücken aus und genossen die Sonne, die nun auf uns scheinte. Unterbrochen wurde diese Stille lediglich vom Rauschen der þrönga und vereinzelten Wanderern, die an uns vorbei zogen um sich den eisigen Gletscherfluten zu stellen, die sie von den Hütten Þórsmörk trennten. Wir genossen noch eine Weile den Ausblick auf das Flusstal, im Bild sieht man auch den Zusammenfluss von þrönga und Krossá. Dazwischen hörten wir nun auch immer stärker die Rufe der Volcano Huts, die eine heiße Dusche und ein leckeres Abendessen versprachen. Doch zunächst lag auch vor uns noch der eiskalte Strom, der in unserem Reiseführer, wie schon angemerkt, als “DAS Hindernis” auf dem Laugavegur galt.

#70

Nach dem wir uns ausgiebigst die Sonne auf den Pelz schienen ließen, machten wir uns schließlich an den Abstieg zum Fluss. Dabei trafen wir erneut das Paar vom Alftavatn, die ebenfalls nach einer geeigneten Stelle zum Furten suchten. Wir hatten zwar beim Abstieg eine Reisegruppe beobachten können, die mit ihren Guides wohl eine ziemlich gute Stelle fanden, aber aus der Vogelperspektive ist sowas dann doch eher zu entdecken, als wenn man schließlich direkt im Flussbett steht. Nach einigem Suchen und Testen fanden wir schließlich eine breite Stelle, die allerdings den Nachteil hatte, dass man einige Läufe des Flusses nacheinander durchqueren musste. Dafür hielt sich die Strömung in Grenzen. Der erste Schritt ins Wasser war auch weitestgehend harmlos, der zweite Lauf hatte es dann allerdings deutlich mehr in sich. Strömung und Kälte machten das Waten schwer und das trübe Wasser erlaubten nur ein tastendes und sehr langsames Vorankommen, so dass man der Kälte auch nicht so schnell entkam. Schließlich gelangten wir aber ganz gut ans andere Ufer und in Sekundenschnelle wurden die Füße wieder durchblutet, so dass sie fast zu glühen anfingen. Während wir uns wieder unsere Schuhe an die Füße schnallten sahen wir einen weiteren Wanderer der etwas eiligeren Sorte, der wenig bis keine Sorgfalt beim Suchen einer Furt walten ließ. Dies ist jener mit dem orangenen Rucksack im Bild. Während wir mit Wasser auf Kniehöhe ziemlich gut bedient waren, tauchte er bis zur Hüfte ein, so dass er sowohl Unterbüx als auch Rucksack und Jacke ins Wasser tauchte. Ein eindrucksvoller Beweis, dass man sich wohl doch Zeit nehmen sollte.:) Schon auch etwas stolz auf die eigene Leistung, schließlich hatten wir DAS Hindernis des Laugavegur bezwungen, nahmen wir nun auch die letzten Kilometer unter die Sohlen, die nur noch wenige Höhenmeter bereit hielten und durch “Thors Wälder” führen würden.

#71

Das Flussbett der þrönga an der Stelle, wo der Laugavegur auf den Strom trifft. Wie es hier im Frühjahr mit dem Einsetzen der Schneeschmelze aussieht, kann man anhand des Kiesbettes erahnen. Allerdings frage ich mich, wie man dann zu Fuß über den Fluss kommen soll…:eek: Die Schafe lungerten dort unten übrigens auch sehr gern herum und planschten fröhlich durch die Fluten, die uns den ein oder anderen Ruf ob der Kälte des Wassers entlockte. Schon irgendwie auch frustrierend…

#72

Die letzten Kilometer unmittelbar nach dem Fluss, sahen dann so aus. Ein Weg durch einen Birkenwald. Nach Tagen im kargen Hochland brach sich etwas Überforderung Bahn, da man reichlich plötzlich jeglicher Sicht beraubt wurde. Dennoch genossen wir es sehr, die letzten Kilometer durch eine weitere, völlig unerwartete Facette der isländischen Landschaft zu wandern.

#73

Auf einer kleinen Anhöhe ließ sich die Namensgebung schließlich auch sehr gut nachvollziehen, Þórsmörk heißt auf Deutsch ja so viel wie “Thors Wälder”. Wie man sieht, handelte es sich tatsächlich um einen ausgewachsenen Wald, auf den der isländische Witz nicht zutraf: “Was soll man machen, wenn man sich in einem isländischen Wald verläuft? Aufstehen.”.
Dazu muss ich nun gestehen, dass wir uns in der Tat verliefen. Standen noch kurz zuvor Schilder mit Richtungsangaben zu den drei unterschiedlichen Endpunkten des Laugavegur am Wegesrand, war nach etwa zwei Kilometern nichts mehr dergleichen vorzufinden. An einer Weggabelung trafen wir auf weitere Wanderer, die vor einem ähnlichen Problem standen. Mit den unterschiedlichsten Karten, GPS-Geräten und Handys versuchten wir nun gemeinschaftlich zu bestimmen, wo der gewünschte Weg für jeden einzelnen lag. Erkenntnis: Wenn acht Leute gleichzeitig versuchen, Karten und Geräte abzulesen und im Anschluss der Meinung sind, dass sie wissen, wo es lang geht, führt das zu ziemlichem Chaos…

#74

Wir entschieden uns tatsächlich für den richtigen Weg (unser Endpunkt hatte den Vorteil, dass man sich einen letzten Anstieg von etwa 50-70 Höhenmetern sparte) so dass wir an einer einsam im Wald stehenden Straßenlaterne vorbei wandernd unser Ziel erreichten, die Volcano Huts.
Das Gebäude zentral im Bild, fungiert als Rezeption, Gemeinschaftsraum, Bar, Restaurant und Wartesaal, mit anderen Worten, es gibt dort gekühlte Getränke, unter anderem Bier. Während wir also um die Ecke des Hauses bogen, trafen wir wieder auf das Paar, welches uns seit dem Alftavatn immer wieder begegnete. Da der Laugavegur im Prinzip drei mögliche Endpunkte hat, war es also gar nicht so sicher, dass wir die beiden wiedertreffen würden. Umso witziger natürlich, als sie uns mit einem Bierkrug zuprostend empfingen.

#75

Geschafft! Das wohl verdiente Endbier. Während wir also gemütlich bei Bier und guten Gesprächen draußen saßen, kamen weitere Wanderer an der Hütte an und taten es uns gleich, Rucksack in die Ecke, Geldbörse gezückt und flüssiges Gold an der Theke gekauft.
Im Anschluss bauten wir unser Zelt auf, gönnten uns eine heiße Dusche (diese war im Zeltplatzpreis inbegriffen :D) und beschlossen kurzerhand, dass wir wohl das angebotene Buffet als Abendessen in Anspruch nehmen würden. Der Preis spottete zwar jeder Beschreibung, aber zur Feier des Tages wollten wir keine Nudeln aus der Tüte mehr essen. Rückblickend war diese Entscheidung allerdings nicht sonderlich weise, das Buffet war recht übersichtlich, manche der Speisen bereits kalt und zwei drei Sachen nicht sonderlich genießbar. Das frisch gezapfte (!!!) Bier entschädigte für das Essen aber in jeglicher Hinsicht.

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