Sonnenuntergang an der Ostsee fotografieren

Sonnenuntergang an der Ostsee
Sonnenuntergänge an der Ostsee faszinieren mich jedes Mal auf’s Neue

Einen Sonnenuntergang an der Ostsee fotografieren, eigentlich ganz einfach, oder? Wie ich dabei vorgehe, möchte ich dir kurz beschreiben.

Vorbereitung – der Grundstein zum Fotografieren

Mit einer guten Vorbereitung vermeidest du Streß vor Ort. Es gibt eine Vielzahl an Apps, mit denen man den Sonnenstand an jedem beliebigen Ort der Welt überprüfen kann. Hinzu kommt die sehr hilfreiche Funktion “Sonnenstand” bei Google Earth. Mit dieser kannst du dir den Verlauf der Sonne an deinem gewünschten Standort ansehen. Das für den Sonnenstand wichtige Datum ist dabei frei wählbar. Ein sehr nützliches Tool, wenn du in Gegenden unterwegs bist, die du nicht kennst, bspw. im Urlaub.

Der Wetterbericht spielt ebenfalls eine große Rolle um den Sonnenuntergang an der Ostsee zu fotografieren. Auch hier gibt es einige nützliche Apps, die sogar die unterschiedlichen Wolkenhöhen anzeigen. Grundsätzlich reichen aber auch herkömmliche Webseiten, die einen stündlichen Ausblick aufs Wetter ermöglichen.

Wenn du den ausgewählten Ort, beziehungsweise den Weg dorthin, nicht kennst, solltest du ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen. Ich kalkuliere gern mit einer kompletten Stunde, die ich an der Location bis zum tatsächlichen Sonnenuntergang habe. Dabei solltest du bedenken, dass es meistens mit der bloßen Anfahrt nicht getan ist. Ich vergaß häufig die Zeit einzukalkulieren die man vom Auto zum Spot läuft. Daher meine Empfehlung: Kalkuliere großzügig! Hektik in der Landschaftsfotografie passt selten gut zusammen.

Durchführung – an der Ostsee angekommen

Bist du am gewünschten Platz angekommen, sieh dich zunächst einmal um. Lass die Atmosphäre und die Sonne auf dich wirken. Lass die Kamera zunächst, wo sie ist, in der Tasche. Mir passiert es häufig, dass ich den eigentlichen Zielort variiere. Wenn mir zum Beispiel eine schöne Steinformation auffällt, oder ein interessant geschwungenes Bachbett am Strand ins Auge springt.

Es lohnt sich, vorort den Blick ein wenig schweifen zu lassen und nach einem spannenden Vordergrund zu suchen

Nach einem Moment des Ankommens startet der praktische Teil. Kamera auf’s Stativ, notwendige oder hilfreiche Filter vor die Linse und los geht’s. Im Folgenden eine Auflistung kleiner nützlicher Hinweise, die ich mir alle selbst erarbeitete oder abschaute. Tipps zu fotografischen Einstellungen gebe ich an dieser Stelle nicht.

Tipps um den Sonnenuntergang an der Ostsee zu fotografieren

  • Perspektive!
    Habe den Mut, dich lächerlich zu machen! Ich musste und muss mich immer noch überwinden, durch den Sand zu kriechen, mich zu verrenken und unmögliche Positionen einzunehmen. Häufig führen diese Albernheiten aber zu Bildern, die sich von der Masse abheben.
  • Verschiedene Brennweiten!
    Immer wieder stolpere ich in Foren, Blogs und sozialen Netzwerken über das Dogma “Landschaftsfotografie geht nur mit Weitwinkel!” Ich fotografiere selbst häufig im extremen Weitwinkel. Aber ebenso häufig gefallen mir Bilder, die zum Sonnenuntergang mit sehr telelastigen Brennweiten entstehen. Es gibt keine dogmatische Empfehlung! Einfach Ausprobieren!
  • Stativ nutzen!
    Grundsätzlich empfehle ich zum Fotografieren des Sonnenuntergangs an der Ostsee (und eigentlich generell in der Landschaftsfotografie) den Einsatz eines Stativs. Bei den sehr heftigen Helligkeitsunterschieden zwischen Sonne/Himmel und übriger Szenerie, kannst du dir mit Filtern behelfen oder Belichtungsreihen aufnehmen.
  • Hektik vermeiden – Ruhe bewahren!
    Eile, Hast und Zeitnot sind ganz schlechte Berater. Ich habe in übertriebener Hektik auch schon mal Objektive am Strand durch die Gegend geworfen. Die Kosten, die Geräte professionell reinigen zu lassen, standen in keinem Verhältnis. Geduld ist in der Landschaftsfotografie eine (wenn nicht sogar DIE) Tugend. Da macht das Fotografieren des Sonnenuntergangs an der Ostsee keine Ausnahme.
  • Auge für die Umgebung!
    Mir fällt es manchmal schwer, das Auge vom Sucher zu lösen. Dabei lohnt sich ein Rundumblick sehr häufig. Behalte im Kopf, dass die Sonne Dinge anstrahlt, die dadurch einen ganz eigenen Charakter erhalten. Besonders im warmen Licht des Sonnenuntergangs kann das sehr lohnenswert sein.

Nachbereitung des Fotoausflugs

Sind die Bilder im Kasten und der Rückweg erfolgreich bewältigt, geht es an die Nachbereitung. Bei der Sichtung der Bilder achte ich auf Unzulänglichkeiten. Gibt es Sachen, die ich beim Fotografieren übersehen habe? Fallen mir Dinge in den Bildern auf, die sich als Motiv geeignet hätten? Gibt es Verbesserungen in der Logistik? Besonders bei Fotospots vor der Haustür lohnt es sich nach Verbesserungspotential zu fahnden.

beach chairs at sunrise in the sand, baltic sea in the background and lightning sky with rising sun in shades of red and yellow
Hier könnte eine noch tiefere Perspektive mehr Spannung bringen.

Konntet ihr mit den Tipps und Hinweisen etwas anfangen? Hinterlasst mir deine Meinung und Anregung in den Kommentaren oder schreibe mir eine Email. Zeig’ mir auch gern deine Ergebnisse von Versuchen, den Sonnenuntergang an der Ostsee zu fotografieren.

Suchst du nach Motiven, die man an der Ostsee gern fotografiert? Ostsee24 hat eine Rangliste der 10 begehrtesten Fotomotive an der Ostsee erstellt.

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